Besucher seit dem 01.01.2004:

 

Last update:

19.07.2008

BuiltWithNOF
Articles

The following text is reprinted with the friendly permission of Veeteelt

please visit their site at www.veeteelt.net

Die Übersetzung ins Deutsche ist nachfolgend. Vielen Dank dafĂŒr an Heike Arensmann!

translation into English will follow soon

Rot und Hornlos

Nach dem Bullen Burket-Falls Polled Plus war es eine Zeitlang still rund um
die hornlose Vererbung. „Es ist die Ruhe vor dem Sturm“, meint John Burket.
Der amerikanische Milchviehhalter arbeitet seit den 60er Jahren an der Hornloszucht und am Rotfaktor. Alleine in Nordamerika warten 20 genetisch hornlose Testbullen auf einen Zuchtwert.


Bescheiden.  Wer John Burket die Hand drĂŒckt trifft einen ruhigen,
selbstbewussten Milchviehhalter. Von Burket kommen nicht die großen
Erfolgsgeschichten ĂŒber seinen Betrieb. Nein, John macht den Eindruck, dass er
ein ganz normaler, 42jÀhriger Milchviehhalter ist, der zusammen mit seinem
Bruder und seinem Vater einen Milchviehbetrieb in East Freedom im Staate Pennsylvania fĂŒhrt.
Er war Mitte November 2006, auf Grund einer Einladung des Triple A Vereins, ein
paar Tage in Holland um einen Vortrag ĂŒber seine Zuchtziele zu halten,
obwohl er normalerweise jeden Tag 110 KĂŒhe im Anbindestall melkt. Seit 30
Jahren hat er die gleiche Anzahl Tiere.
 
Unerwartet hohe Indexe
John denkt in KĂŒhen und in Zahlen. Nicht alleine mit Indexen auch mit aAa . In der Zucht von Burket spielt Triple A seit Jahren eine wichtige Rolle. Der Bulle Enhancer hat gute Arbeit
auf dem Betrieb geleistete. „Er brachte uns unerwartet hohe Indexe, dadurch
kam von den Besamungsstationen viel Interesse fĂŒr unseren Betrieb. Enhancer wird
gehasst wegen seiner schlechten Kreuzpartien- und Beinvererbung. Aber auf unsere
stilvollen und krĂ€ftigen KĂŒhe mit aAa-Code 642 können wir die Offenheit, den Milchtyp
und die Breite von Enhancer mit seinem aAa-Code 315 gut gebrauchen.“ Mehr
Bullennamen mit aAa-Code folgten im raschen Tempo, da Burket ein
enthusiastischerer FĂŒrsprecher war als erst gedacht. Nach Enhancer passte
Starbuck mit aAa 216 gut, gefolgt von Blackstar und zuletzt hatte Rudolph viel Einfluss.
Daneben machen wir auch viel Gebrauch von eigenen Bullen, um die
Hornlosigkeit in unserer Viehzucht zu verankern.

Ölfleck
Dank der genetischen Eigenschaft der Hornlosigkeit genießt  der
Viehzuchtbetrieb von Burket-Falls weltweite BerĂŒhmtheit. „Eigentlich kam die
Hornlosigkeit durch Zufall in unseren Betrieb als wir 1960 trÀchtige FÀrsen
zukauften. Eines der KĂ€lber die wir daraus bekamen blieb hornlos und bekam den
Namen Princess Fayne Houwtje. Sie entwickelte sich zu einer Kuh die 7 Laktationen lang,
mehr als  1100 lbs (500 kg) Fett per Laktation produzierte.“ Die hohe Leistung sorgte
dafĂŒr, dass ihr Sohn Burket-Falls ABC (v. Glenafton Rag Apple Charmer) als
erster hornloser Bulle von der Besamungsfirma ABS eingesetzt wurde.
“Enthornen ist ein falscher Eingriff in die Natur und wir beschlossen durch
Zucht die Hornlosigkeit weiter in unserer Herde zu verbreiten“ erzĂ€hlt
Burket. Das Ziel scheint fast erreicht, da 80% seiner heutigen Herde das
hornlose Gen hat. „ZĂŒchten auf Hornlosigkeit ist einfacher als das zĂŒchten
von Rotbunten durch Rotfaktorgen“ weiß Burket. Eine Tatsache die er schon
tausendmal erzÀhlt hat, dass die Vererbung der Hornlosigkeit
vergleichbar mit der Vererbung von dem schwarzbunten Haarkleid ist. Ein
Bulle der selbst hornlos ist mit den Genotypen PP oder Pp vererbt im Falle
von PP 100% hornlose Nachkommen. Bei Bullen mit dem Gen Pp ist die HĂ€lfte
der Nachkommen genetisch hornlos.
Einer der bekanntesten Bullen der das Pp-gen besitzt ist der Aerostar-Sohn
Burket-Falls Polled Plus. Wegen dem bescheidenen Einsatz von Polled Plus
blieb es jahrelang still um die Hornlosigkeit. Das ist infolge von Burket
nur die Ruhe vor dem Sturm. „Ich zweifle nicht daran, daß die Hornlosigkeit
innerhalb kurzer Zeit großen Eintritt in die Holsteinpopulation tut. Wenn
erst die Politik und die TierschĂŒtzer in der Enthornung aktiv werden kann es
in einer Stromschnelle enden.“
“Auch das genetische Niveau der hornlosen PrĂŒfbullen ist in den letzten
Jahren stark gestiegen. Allein in Nordamerika warten 20 Bullen auf ihren
Zuchtwert.  Da braucht nur ein Bulle wie Blackstar dabei zu sein und die
Hornlosigkeit verbreitet sich wie ein Ölfleck ĂŒber die Welt.“

PopulÀre Rotbunte
Noch so eine genetische Eigenschaft die Burket durch Zufall in die Viehherde
bekommen hat, ist der Rotfaktor.
Durch den Bullen Ca-Lil Standout Cavalier RF in Kombination mit der Kuh
Burket-Falls Elevation Sophia-P (Excellent bewertet mit 93 Punkten) wird eine Kuhfamilie entwickelt die nicht allein hornlos ist, sondern auch das Rotfaktor-Gen besitzt.
Glen-Toctin SM Cole RF , nicht hornlos, ist einer der höchsten
Rotfaktorbullen in der amerikanischen Indexliste, er stammt von Sophia-P
ab. „Rotfaktortiere sind populĂ€r und geben gute Preise“ erzĂ€hlt Burket, der
jĂ€hrlich 20 Bullen an Kollegen oder Besamung verkauft. „FĂŒr unsere rotbunten
genetisch hornlosen Bullen haben wir eine Warteliste“. Durchschnittlich produziert der
Burket Betrieb 10500kg Milch mit 4% Fett und 3.2% Eiweiß. „Wir versuchen
ausbalancierte KĂŒhe zu zĂŒchten“ erzĂ€hlt Burket ĂŒber sein Zuchtziel. Paradox,
Talent, Toystory, Burket-Falls Pledge-PP und selbst Stadel und Classic
werden eingesetzt. Burket kommt aus den Federn als er sein Zuchtziel
verdeutlicht. „Balance ist mehr als eine breite Vorhand. Es ist ein breites
Maul, große Nasenlöcher, ein breiter Brustkasten und eine gerĂ€umige
Hinterhand. Alle Körperteile der Kuh sind in der Höhe auf einander
abgestimmt. Balance in der Kuh sorgt fĂŒr Durchhaltevermögen.“ Um das
Durchhaltevermögen der KĂŒhe zu zeigen, hier ein paar Betriebskennzahlen: DieRemontierungsrate lag letztes Jahr unter zwanzig Prozent, die durchschnittliche
Lebenszeit betrĂ€gt beinahe 6 Jahre und im Moment werden 6 KĂŒhe gemolken die
eine Lebensleistung von ĂŒber 200.000lbs (90.000kg) haben.

Verleasen von Bullen

John Burket macht ein nachdenkliches Gesicht als er ĂŒber die kommerzielle
Vermarktung der hornlosen Genetik spricht. Die kommerzielle Vermarktung ist
enorm, doch auch als relativ kleiner Betrieb sieht er die Zukunft positiv.
Allein er hÀlt nichts von der kommerziellen Werbung (Webseiten) . Von seinem
Betrieb gibt es keine Webseite in dem Sinn, höchstens eine bescheidene
Annonce in Holsteinzeitschriften (Anmerkung des Übersetzers: Eine Website gibt es mittlerweile  ;-). Tiere aus seiner Herde sind auch ohne
Werbung sehr gefragt. Burket behÀlt die Vermarktung in der eigenen Hand.
Bullen fĂŒr Besamungsstationen werden verleast und nicht verkauft so dass bei
Zuchtbullen noch ein Gewinn fĂŒr Burket ĂŒberbleibt. Wenn ein hornloser
Zuchtbulle weltweiten Einfluss bekommt soll er den Namen Burket-Falls tragen,
John Burket ist ĂŒberzeugt: „Das ist nur eine Frage der Zeit.“

 

[Home] [Baldus] [Burket-Falls] [Durene-Red P] [Sable-P RC] [Sarayn-P RC] [Sizzle-Red P] [Tamara-P RC] [Embryos] [Bulls in AI] [Jumpers] [Articles] [Ja-Bob Holsteins] [Jansson] [Die Hornlosigkeit] [Polled Breeding] [Links] [Newsletter] [Impressum]